Letzter Beitrag
Eine Person guckt schadenfroh und lacht. Die Person zeigt mit dem Finger auf etwas außerhalb vom Bild und hält sich beim Lachen den Bauch.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

April, April!

Vorsicht, heute gibt es wieder April-Scherze!
Das heißt: Man legt andere Leute rein.
Zum Beispiel mit Streichen oder mit Lügen-Geschichten.
Dazu sagt man auch: Man schickt eine Person in den April.

April-Scherze gibt es schon einige hundert Jahre
und in vielen Ländern auf der Welt.
Und einige Länder haben besondere Bräuche:

  • In England macht man April-Scherze nur bis 12 Uhr mittags.
  • In Frankreich klebt man Fische aus Papier
    auf die Rücken von anderen.

Warum macht man am 1. April Scherze?
Es gibt verschiedene Meinungen dazu.
Zum Beispiel:
Manche sagen, dass Judas am 1. April Geburtstag hat.
Judas soll Jesus Christus verraten und getäuscht haben.
Darum täuscht man am 1. April andere Menschen.

Was waren besonders gute April-Scherze?

  • April 1957
    Der englische Sender BBC zeigt einen Doku-Film
    über die Ernte von Spaghetti.
    Einige Menschen glauben danach:
    Spaghetti wachsen an Bäumen.
    Einige rufen beim Sender an und wollen mehr über Spaghetti-Bäume wissen.
  • April 1995
    Die Zeitschrift Discover schreibt einen Bericht
    über eine Maulwurfs-Art am Südpol.
    Sie nennen die Art: Heißköpfiger Nackteisbohrer.
    Viele Menschen glauben den Bericht.
  • April 2007
    Der Sender ARD erklärt:
    Musiker sollen die Musik von der Tagesschau nicht mehr live spielen.
    Man will nur noch eine Aufnahme von der Musik abspielen.
    Viele Menschen waren empört.
    Sie dachten: Die Tagesschau hatte davor wirklich Live-Musik.
    Aber Live-Musik mit vielen Musikern ist teuer.
    Und die Tagesschau kommt jeden Tag.
    Die Menschen dachten also:
    Die Tagesschau hat viel Geld verschwendet.
    Aber: Die Tagesschau hatte nie Live-Musik.

Übrigens:
Viele Menschen verwechseln Leichte Sprache und Einfache Sprache.
Darum ändern sich die Namen ab April.
Leichte Sprache heißt nun: Vereinfachte Sprache.
Einfache Sprache heißt nun: Erleichterte Sprache.
So können es alle Menschen besser unterscheiden.