Häufige Fragen

Viele Menschen haben Fragen an uns.
Sie wissen nicht, was Leichte Sprache ist.
Oder sie wollen mehr über unsere Arbeit wissen.

Wir bekommen oft die gleichen Fragen.
Hier stehen einige Fragen
und unsere Antworten.
Klicken Sie auf eine Frage,
wenn Sie die Antwort sehen wollen.

Ja, gute Leichte Sprache ist richtiges Deutsch.
Es gibt Regeln für richtiges Deutsch
und es gibt Regeln für Leichte Sprache.
Leichte Sprache soll richtiges Deutsch sein.
Keine Regel für Leichte Sprache ändert das.
Die Regeln für Leichte Sprache ändern nur,
dass es leichteres Deutsch wird.

Vielleicht gibt es Texte in Leichter Sprache,
die kein richtiges Deutsch sind.
Vielleicht gibt es viele Fehler.
Aber das ist nicht die Schuld
von Regeln für Leichte Sprache.
Das ist die Schuld von der Person,
die den Text geschrieben hat.

Nein, Leichte Sprache ist für Erwachsene.
Einige Erwachsene haben Probleme mit Texten:

  • Die Texte sind zu lang.
  • Die Texte sind schwierig geschrieben.
  • Es geht um Themen, die man noch nicht kennt.

Diese Texte sind oft nicht leicht geschrieben.
Darum muss es Texte in Leichter Sprache geben.
Die kann jeder besser verstehen und lesen.


Andere Menschen denken vielleicht:
Leichte Texte sind nur für Kinder.
Aber oft geht es um Themen,
die nicht für Kinder sind.
Zum Beispiel:

  • Verträge.
  • Rente.

Das sind Themen für Erwachsene.
Nur weil etwas leicht ist,
ist es nicht für Kinder.

Die Ziele von Leichter Sprache sind:

  • Alle sollen den Text gut verstehen können.
  • Alle sollen den Text gut lesen können.

Alle Regeln haben diese Ziele.
Aber es gibt verschiedene Regel-Hefte.
Die Regel-Hefte erklären die Regeln verschieden.

Zum Beispiel:
Das erste Regel-Heft in Deutschland
war vom Netzwerk Leichte Sprache.
Die Lebenshilfe Bremen hat

  • das Netzwerk mitgegründet.
  • die Regeln mitgemacht.

Sie finden das Regel-Heft hier.


Es gibt auch ein Regel-Buch
von der Universität Hildesheim.
Sprachforscher arbeiten hier
in einer Gruppe zusammen.
Die Gruppe heißt:
Forschungsstelle Leichte Sprache.

Sie finden das Regel-Buch hier.


Die Lebenshilfe Bremen hat auch
bei einem neuen Regel-Heft mitgemacht.
Das neue Regel-Heft ist von der
Lebenshilfe-Gesellschaft für Leichte Sprache eG.
Der kurze Name ist: LGLS.
Das ist besonders beim neuen Regel-Heft:
Die Regeln können sich ändern.
Gibt es neue wichtige Infos aus der Forschung?
Dann ändert die LGLS das Regel-Heft.
So können alle immer gute Leichte Sprache schreiben.

Sie finden das Regel-Heft hier.

Überall in Deutschland
gibt es Büros für Leichte Sprache.
Die Büros wissen viel über Leichte Sprache.
Auch auf unserer Internet-Seite
steht schon viel über Leichte Sprache.

Noch mehr Infos finden Sie auf der Internet-Seite
vom Deutschen Bildungsserver.


Vielleicht wollen Sie selbst Leichte Sprache machen.
Das muss man lernen.
Sie können bei einem Kurs für Leichte Sprache mitmachen.
Viele Büros machen Kurse.
Die Kurse von der Lebenshilfe Bremen
finden Sie hier.

Sie haben 2 Möglichkeiten:

  1.  Sie können uns Ihre Text-Vorlage schicken.
    Wir machen dann aus Ihrem Text einen Text in Leichter Sprache.
    Mehr Infos: Übersetzung Leichte Sprache

  2. Sie schreiben selbst einen Text in Leichter Sprache.
    Wir können dann für Sie prüfen, ob der Text gut ist.
    Mehr Infos: Text-Prüfung

Für Verträge und andere wichtige Texte
gibt es bestimmte Regeln im Gesetz.
Ein Text in Leichter Sprache
kann diese Regeln nicht einhalten.
Darum ist ein Vertrag in Leichter Sprache
nicht für das Gesetz gültig.

Aber es ist trotzdem gut,
wenn es den Vertrag in Leichter Sprache gibt.
Damit kann man den echten Vertrag
viel besser verstehen.
So weiß man genau,
wofür der Vertrag da ist.

Leichte Sprache soll eine Hilfe sein.
Meistens ist ein Text in Leichter Sprache
eine Erklärung für einen anderen Text.
Aber manchmal gibt es auch Texte,
die es nur in Leichter Sprache gibt.

Zum Beispiel:
Seit dem Jahr 2015 sind in Bremen
die Wahl-Unterlagen nur in Leichter Sprache.

Warum ist das so?
Die Wahlen sind für alle Menschen.
Jeder soll mitwählen können.
Darum muss jeder alles verstehen können.
Die Wahl-Unterlagen in Leichter Sprache
kann jeder besser verstehen.

Aber das heißt nicht,
dass es bald nur noch Texte in Leichter Sprache gibt.
Zum Beispiel:
Gesetze müssen so bleiben, wie sie sind.

Nein, Leichte Sprache und Einfache Sprache sind verschieden.
Leichte Sprache hat sehr viele Regeln.
Mehr Infos: Gute Leichte Sprache – Die Regeln.

Diese Regeln helfen dabei,
dass man seine Texte gut für alle schreibt.
Viele Menschen können diese Texte dann
besser lesen und verstehen.
Aber ein Text ist nur Leichte Sprache,
wenn jemand diesen Text geprüft hat.
Zum Beispiel ein Mensch mit geistiger Behinderung.
Wenn dieser Mensch sagt:
Ich kann den Text gut verstehen.
Dann ist der Text gute Leichte Sprache.

Einfache Sprache hat nicht so viele Regeln.
Darum sind Texte in Einfacher Sprache sehr verschieden.
Einige Texte sind leicht.
Einige Texte sind schwerer.
Das ist nicht für alle Menschen gut.
Sie können Texte in Einfacher Sprache
nicht so gut lesen und verstehen.
Einfache Sprache muss man nicht prüfen.

Sie müssen erst überlegen:
Für wen schreibe ich meinen Text?
Zum Beispiel:
Ist der Text für eine Werkstatt in meiner Nähe?
Dann können Sie die Menschen in der Werkstatt fragen.

Es gibt auch Internet-Seiten für bekannte Wörter.
Auf den Internet-Seiten kann man prüfen,
welche Wörter bekannt sind.

Nein, es gibt kein Computer-Programm,
mit dem man gute Leichte Sprache machen kann.

Vielleicht erkennt ein Computer-Programm:

  • Ein Wort ist zu lang.
  • Ein Wort ist nicht sehr bekannt.

Aber ein Computer-Programm erkennt nicht:
Kann jeder den ganzen Text gut verstehen?

Das ist die Aufgabe von Menschen.
Aber vielleicht helfen Computer-Programme
den Menschen bei dieser Aufgabe.

Leichte Sprache soll für alle sein:
Für Männer und für Frauen.
Oft geht es in Texten auch
um Männer und Frauen.
Zum Beispiel:
Es geht in einem Text um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Dann stehen im Text immer wieder die Wörter
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Aber der Text wird sehr lang,
wenn immer beide Wörter im Text stehen.
Darum ist es in vielen Texten so:
Im Text steht nur das Wort für Männer.
Zum Beispiel Mitarbeiter.
Das Wort für Männer ist oft kürzer.
Darum benutzt man nur das kürzere Wort.
Im Text steht vielleicht auch:
Wir meinen damit aber Männer und Frauen.
Männer und Frauen sind gleich wichtig.
Auch wenn im Text nur das Wort für Männer steht.


In einigen Texten stehen auch andere Wörter.
Zum Beispiel:
Man sagt zu Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auch:
Mitarbeitende.
Das Wort ist für alle: Männer und Frauen.
Aber diese Wörter sind oft
keine gute Leichte Sprache.
Viele Menschen kennen diese Wörter nicht.
Darum soll man diese Wörter
in der Leichten Sprache nicht benutzen.
Dann benutzt man lieber
die beiden Wörter für Männer und Frauen.
Die sind länger aber die kennt jeder.

Es gibt viele verschiedene Bilder:

  • Fotos
  • Zeichen
  • Sie können selbst Bilder machen.

Auch die Lebenshilfe Bremen
hat selbst leichte Bilder gemacht.
Dabei muss man auf einiges achten.
Die Bilder müssen

  • gut zu erkennen sein.
  • gut zu verstehen sein.

Die Lebenshilfe Bremen hat schon
sehr viele leichte Bilder.
Sie finden die Bilder in unserem Shop.

Mehr Infos zu unseren Bildern sind hier:
Häufige Fragen zu Bildern

Ja, wir haben Praktikums-Plätze.
Die Praktikums-Plätze sind für Menschen,
die selbst Leichte Sprache schreiben wollen.
Das Praktikum soll vier Wochen oder länger sein.
Wir können das Praktikum nicht bezahlen.

Wenn Sie ein Praktikum bei uns machen wollen,
schreiben Sie eine E-Mail an:
leichte-sprache@lebenshilfe-bremen.de