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Menschen schauen sich eine Ausstellung an. An der Wand hängen bunte Poster.
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers

Museum für alle

In Bremen gibt es viele Museen.
Viele Menschen kennen zum Beispiel das Focke-Museum, die Kunsthalle oder das Übersee-Museum.
Aber es gibt auch Museen in Bremen, die nur wenig bekannt sind.
Zum Beispiel:

  • Krankenhaus-Museum
  • Schulmuseum Bremen
  • Hafenmuseum
  • Tischlerei-Museum
  • Bremer Rundfunkmuseum
  • Dom-Museum
  • Museum für Netztechnik
  • Altes Pumpwerk
  • WUSEUM – das Museum von Werder Bremen

Diese Museen zeigen, wie der Alltag für Menschen in Bremen früher war.
Es geht zum Beispiel um die Themen Arbeit, Glaube oder krank sein.

Darum nennen sie sich auch: Museen für Alltagsgeschichte.

Im April 2026 haben die Museen eine besondere Aktion gemacht.
Es ging um Barrierefreiheit und Inklusion im Museum.
Es gab viele extra Veranstaltungen für Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel:

  • Führungen in Leichter und Einfacher Sprache
  • Führungen für blinde und gehörlose Menschen
  • Telefon-Führungen
  • einen Comic-Workshop

Am Ende von der Aktion gab es eine Veranstaltung
in der Bremer Bürgerschaft.
Viele Menschen haben hier zusammen über das Thema
Inklusion im Museum geredet.
Und es gab viele Ideen,
wie alle Menschen Museen gut besuchen können.

Auch der Deutsche Museumbund macht dieses Jahr eine Tagung zum Thema Inklusion und Vielfalt im Museum.

Und das Büro für Leichte Sprache Bremen hat auch schon
für viele Museen Texte in Leichte und Einfache Sprache übersetzt.
Zum Beispiel für die Weserburg in Bremen, die Bundeskunsthalle in Bonn, das Naturkundemuseum Karlsruhe oder die experimenta in Heilbronn.

In einem barrierefreien Museum sind zum Beispiel diese Dinge wichtig:

  • Rampen, breite Türen und barrierefreie WCs
  • Bilder und Infos hängen so,
    dass auch kleine Menschen alles sehen können
  • Texte in Leichter Sprache oder Einfacher Sprache
  • Infos zum Hören
  • Infos in Gebärdensprache

Aber es reicht nicht, nur die Ausstellung barrierefrei zu machen.
Man muss auch daran denken:
Menschen mit Behinderungen gehen vielleicht nicht oft ins Museum.
Sie wissen nicht, wo es Infos zur Barrierefreiheit im Museum gibt.
Darum müssen Museen

  • viel über ihre barrierefreien Angebote reden.
  • oft Infos an die Vereine von Menschen mit Behinderungen schicken.
  • vielleicht kostenlose Info-Veranstaltungen machen,
    in Werkstätten oder Einrichtungen.

Denn erstmal muss das Museum zu den Menschen kommen.
Und dann kommen die Menschen auch ins Museum.

Aber es gibt noch viel zu tun,
bis alle Menschen Museen ohne Hindernisse besuchen können.
Das Wichtigste dabei ist:
Die Museen sollen mit Menschen mit Behinderung zusammenarbeiten.
Denn Menschen mit Behinderung können am besten sagen,
was sie im Museum brauchen.